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Passt!

Passt!

von Julia Rothhaas

06.03.2021 | Süddeutsche Zeitung

Das Wiener Label Mob entwirft Mode für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Über die Bedeutung von Kleidung für die Teilhabe in einer Gesellschaft.

„Es gibt mehr Mode für Haustiere als für Rollstuhlnutzer“, sagt Stephanie Thomas. Dass etwa Burberry eine Jacke für Hunde im Angebot hatte, nicht aber ein Modell für jemanden im Rollstuhl, empörte die US-Amerikanerin so, dass sie bereits vor zwanzig Jahren begann, nach zeitgemäßer Kleidung für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu suchen. Inzwischen ist sie eine gefragte Stylistin im Bereich Disability. Sie hat eine eigene Firma, hält Vorträge und berät Labels in Sachen Inklusion. Und wird nicht müde, auf all das hinzuweisen, was nicht funktioniert oder fehlt. Was bringt zum Beispiel ein versteckter Reißverschluss hoch bis in die Taille, wenn er nur von anderen geöffnet werden kann? Wenn Thomas ihre Kunden beim Einkaufen berät, stellt sie immer die gleichen Fragen: Kommst du selbst rein und wieder raus? Ist das Tragen aus medizinischer Sicht unbedenklich? Und vor allem: Gefällt es dir?

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Barrierefrei: Warum Mode noch längst nicht für alle ist – und wie sie das werden kann

Barrierefrei: Warum Mode noch längst nicht für alle ist – und wie sie das werden kann

von Magdalena Pötsch

03.12.2020 | WIENERIN

Menschen mit Behinderung existieren als Zielgruppe in der Modebranche nicht – Warum nicht?

Mode ist keine Insel. Auch in der restlichen Gesellschaft gibt es meines Erachtens kaum Bereiche, in denen Menschen mit Behinderungen von vornherein mitgedacht werden. In der Modebranche hängt dies wohl auch mit dem höheren Anfangsaufwand zusammen. Das betrifft alle Aspekte und reicht von barrierefreien Zugängen zu Geschäftslokalen bis zu Fragen des Innendesigns, etwa: Wie hoch sind die Kleiderstangen? Kann man sich im Shop auch mit Rollstuhl easy bewegen? Hinzu kommt: Die für Normkörper standardisierten Größen funktionieren bei Menschen mit Behinderung_en oft nicht. Die Kleidung benötigt viel mehr Funktionen, andere Schnitte, Stoffe und Verschlusssysteme.

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„Mode kann zu strukturellen Veränderungen beitragen …“

„Mode kann zu strukturellen Veränderungen beitragen …“

„Mode kann zu strukturellen Veränderungen beitragen…“ Modethema im Gespräch mit Sonja Eismann – Mitherausgeberin des Missy Magazine und freie Autorin – und Josefine Thom – Gründerin von MOB Industries – in der aktuellen Bildpunkt #55 Modethema der IG Bildende Wien.

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Es gibt mehr Mode für Haustiere als für Rollstuhlnutzer_innen

Es gibt mehr Mode für Haustiere als für Rollstuhlnutzer_innen

Kleidungsstücke passen im Rollstuhl nur selten perfekt – die Hosenbeine wie beim Hochwasser, die Ärmel schleifen an den Rollstuhlrädern und das Oberteil bildet vorn eine unvorteilhafte Stoffwurst. Manchmal drücken die unnützen Hosentaschen am am Po. Der verflixte Knopf, der zu enge Schnitt – Rollstuhlnutzer_innen wird das Fashion-Erlebnis nicht immer leicht gemacht.

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Neue Größe

Neue Größe

Der Modekolumnist Gabriel Roland schreibt über sein Lieblingsstück der Kollabo Kolektion Nr.1. – die Moto Djali Jacke. Im The GAP Artikel “Neue Größe” beschreibt er wie sich das MOB Produkt von Mainstream-Stangenware unterscheidet. Denn eine MOB Jacke ist nicht einfach nur eine Jacke.

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